Ausstellung
Sa 30.11.2019

„30 Jahre Kinderrechte & Fridays for Future“

14 – 18 Uhr | Kunsthaus Caserne
Eintritt frei
Einlass: 14:00 Uhr

Plakate und Graffiti  von Jugendlichen aus der „Molke“ und der Graf-Soden-Gemeinschaftsschule

Kinderrechte sind Menschenrechte. Die UN, die Vereinten Nationen haben sie am 20. November 1989 als Kinderrechtskonvention verabschiedet. Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes gehört zu den internationalen UN-Menschenrechtsverträgen.
Das Kunsthaus Caserne widmet der Konvention zum 30. Jahrestag eine Ausstellung, die aus vier Teilen besteht. Jugendliche im Jugendhaus Molke und Schüler der Graf-Soden Gemeinschaftsschule haben sich mit dem Thema „30 Jahre Kinderrechte" beschäftigt. Dabei sind Plakate und Graffitiarbeiten unter Anleitung von Daniel Schweizer und Brigitte Meßmer entstanden. Auch Plakate der Schülerdemonstationsbewegung „Friday for future“ werden zu sehen sein.
Sabine Braisch zeigt Kinderporträts und Figuren zum Thema „Kinderrechte“. Felicia Waldecker spürt in ihren Skulpturen „Spuren, die das Leben zeichnet“ nach. „Childhood never stops“ nennt Julia Lyadnova ihre Mixed-Media-Installation mit gefundenen Objekten zum Thema „Kindheit“ und „Schwarze Pädagogik“ (siehe auch die folgenden zwei Seiten).

Öffnungszeiten für alle vier Ausstellungen: 23., 24., 29. und 30. November sowie 1., 7. und 8. Dezember jeweils 14 bis 18 Uhr.
 

„Spuren, die das Leben zeichnet“
Skulpturen von Felicia Waldecker

Mit ihrer Skulpturen-Serie hat Felicia Waldecker 2016 begonnen. Köpfe und menschliche Züge haben sie schon immer bewegt, auch metaphorisch. Sie präsentiert Seelenzustände, die alle irgendwann durchleben, in Köpfen und Gesichtern geformt. Die Skulpturen sollen Menschen sensibilisieren für das, was andere tragen. Vor den 80er Jahren geboren zu werden, bedeutete häufig, nicht als eigenständiger Mensch gesehen zu werden. Die Auseinandersetzung mit Folgen bleibt eine Herausforderung.
 

Kinderporträts und Figuren
Großformatige Arbeiten von Sabine Braisch

Sabine Braisch zeigt Kinderportraits. Kinder in all ihrem emotionalen Ausdruck gemalt, traurig, nachdenklich, wissend und sehend und Figuren zum Thema „Kinderrechte“. Die Künstlerin sagt: „Für mich ist die künstlerische Arbeit ein weites Feld zu erforschen. In meinem Atelier vergesse ich den Alltag. Die Arbeit mit dem Pinsel, so wie die Beschäftigung mit Papier und anderen Materialien beruhigt mich und macht mich gleichzeitig wach. So entstehen meine großformatigen Arbeiten auf Leinen, Potraits, Figuren, Landschaften und Räume.  In meiner Seele geht es bunt zu, ich liebe diese Arbeit.“
 

„Childhood never stops“
Mixed-Media-Installation mit Video- und Soundcollagen sowie gefundenen Objekten zum Thema Kindheit

Julia Lyadnova ist eine deutsch-russische Installations-, Konzept- und  Performance-Künstlerin. Ihre vor zwei Jahren begonnene Arbeit „Childhood Never Stops“ ist fortlaufend. Sie untersucht Erlebnisse und Befindlichkeiten, die uns in der Kindheit prägten, auf ihre Auswirkung auf die Gegenwart und Zukunft hin; nicht nur im individuellen Einzelfall, sondern auch in Bezug auf uns als Gesellschaft und soziokulturelles Kollektiv.
Im Zentrum stehen dabei Erziehungstheorien und -grundsätze der letzten 200-300 Jahre in Deutschland/Westeuropa, die sogenannte „Schwarzen Pädagogik“; deren Überbleibsel und Spuren werden in Zusammenhang zu aktuellen, allgemeinen und persönlichen Erlebnissen und Erkenntnissen gesetzt.
Mit einem nicht-linearen, weniger dokumentarischen als emotional-assoziativen Verfahren, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität erheben will, mischt Lyadnova Aus- und Eindrücke von lebenden und toten Pädagogen, Psychologen, Eltern und „Erzogenen“ und versucht so das Spannungsfeld zwischen der inneren Befindlichkeit (der des „Kind-Seins“) und der äußeren Befindlichkeit (der des „Kinder / Kindheit Wahrnehmenden/ Formenden“) auszuloten.

     

    Veranstalter:

    Kulturhaus Caserne gGmbH
    Tel.: 07541 371661
    Fallenbrunnen 17
    88045 Friedrichshafen

    Mit freundlicher Unterstützung durch: